Bericht der Klassenlehrerin der 3b

Und plötzlich war alles anders…

Am Freitag war die Klasse noch voll. Und zwei Stunden nach Unterrichtsschluss hieß es plötzlich: Die Schulen beenden den Unterricht mit heute, stehen für Betreuung aber auch in Zukunft zur Verfügung.

Wörter wie Homeschooling, Distance learning und Lernplattformen sind allgegenwärtig. Wie schaffen es die SchülerInnen, Erziehungsberechtigten und auch die LehrerInnen mit diesem Shutdown des Schulsystems umzugehen?

Die Kinder der 3b haben diesen Umstieg, auch dank der großartigen Unterstützung Ihrer Eltern, wirklich bravourös gemeistert. Für die Wochen vor den Osterferien gab es eine detaillierte Aufstellung mit Arbeitsaufträgen, die die Kinder zu erledigen hatten. Nachdem absehbar war, dass die Schule auch weiterhin ohne „richtigen“ Unterricht funktionieren muss, musste allerdings eine Alternative gesucht werden. Nach einer Umfrage zur technischen Ausrüstung unter den Eltern war schnell klar, dass nach den Osterferien die Aufgabenstellungen über eine einfache App gestellt werden würden.

Wie funktionierte das? Die Lehrerin stellte täglich Aufgaben mit den dazugehörigen Erklärungen in die App. Die Kinder sahen sich an, was sie zu tun hatten und arbeiteten ihre Aufgaben ab. Dann machten sie noch schnell ein Foto von ihrer Arbeit und luden es in die App hoch. Zu Hause sah sich die Lehrerin die Arbeiten der Kinder an und gab jedem Kind persönliches Feedback.

Weiters wurde den Kindern angeboten, dass sie ihrer Lehrerin Nachrichten und Mails schreiben konnten, auf die alle geantwortet wurde. Die Beziehung zwischen Lehrerin und SchülerInnen auch in dieser schwierigen Zeit aufrechtzuhalten war Ziel dieses Angebots. Und so zieren nun, statt den üblichen Werkstücken und Zeichnungen der Kinder, Briefe und Mails den Gang vor dem Klassenraum der 3b.

Danke liebe Kinder für eure Schreiben und dass ihr diese Zeit so toll gemeistert habt!